Warum bleibt das Fenster nur geschlossen?

Klein Rund Nass und Glitzernd,
rutschen sie am Glas hinunter,
hinterlassen eine Spur von Tränen.
Deutlich ist sie anzusehn.
Immer wieder Verzweiflung an der Scheibe,
unermütlich sind die Tropfen,
obwohl es immer wieder Tränen gibt,
selbst viel Einsatz als kompletter Regen
prallt an ihr eiskalt zurück.
Die Tränen bleiben lange an ihr haften,
warten bis zum Sonnenschein,
erst wenn sie dann im Regenbogen bunt verschwinden,
ist die Scheibe auch zu frieden,
war dem Regen immer opportun,
doch was bleibt am Ende nun.
Den Regentropfen gibt’s nicht mehr,
hat aus Verzweiflung strahlend sich dem Licht ergeben,
übrig sind nur die Erinnerungen der Tränen an der Scheibe,
Sind wie der Tropfen selbst, auch nur ein grauer Fleck.
Die Scheibe hat den Tropfen schon vergessen, ist geputzt und strahlt wie vorher,
auf kommt ihr neuen Tropfen,
hinterlasst nur Wasserflecken,
sterbt an der Scheibe einen schönen Tod!
Ja, die Scheibe ist zum Sterben schön.
Alexander Wobser
26.Oktober 2003